PROSPEKTVERTEILUNG

Unter Prospektverteilung oder auch Haushaltswerbung versteht man die Zustellung von Handzetteln, Werbeprospekten, Katalogen und Warenproben an private Haushalte. Dies kann flächendeckend, oder selektiv nach geografischen und soziodemografischen Merkmalen, oder als Sonderform geschehen. Werbeeinwurfverbote durch Aufkleber am Briefkasten sind hierbei zu berücksichtigen

 

Flächendeckende Prospektverteilungen werden an alle erreichbare Briefkästen (keine Steighäuser, keine Werbeeinwurfsverbote) in räumlich zusammenhängenden Verteilgebieten (z. B. Postleitgebieten) oder kreisförmig um das Geschäft des Werbetreibenden vorgenommen.

 

Selektive Prospektverteilungen

Belieferung bestimmter Zielgruppen innerhalb eines Gebietes anhand von Geomarketing (z. B. nach Bevölkerungsstruktur, Wohnstruktur, Kaufkraft, Einkommen, etc..)
Bei selektiven Prospektverteilungen werden Prospekte an bestimmte Konsumenten-Zielgruppen innerhalb bestimmter Gebiete verteilt. Hierfür werden im Planungsstadium der Verteilaktion Konsumentendaten herangezogen, die mit geografischen Daten zusammengeführt werden können , um die idealen Zustellgebiete für den Werbetreibenden zu ermitteln. Ziel ist hierbei, Streuverluste weitgehend zu minimieren und gleichzeitig Druckauflagen für verteilte Prospekte zu verringern.

 

Weitere Formen der Prospektverteilung sind:

• Übergabe mit Gespräch,
• Einwerfen des Prospekts und klingeln (Ring & Leave, gilt als unfein)
• Promotionaktionen (Übergabe von Prospekten an Passanten)
• Werbung am & im Briefkasten mit dem patentierten HELLO!-Flyer. Der kurze Teil („EyeCatcher“) hängt nach der Verteilung aus dem Briefkasten heraus, während der lange Teil (Informationselement) im Briefkasten steckt.

Direktverteilung von Prospekten

Prospekte, die direkt durch die Haushaltwerbung zugestellt werden, erreichen den Verbraucher effektiver als Beilagen in Tageszeitungen oder Anzeigenblättern. Dies ist das Ergebnis der Intermediavergleichsstudie. Demnach wird das direkt verteilte Prospekt durchschnittlich in 71% aller Haushalte zur Kenntnis genommen; Prospektbeilagen in Anzeigenblättern erreichen dagegen nur 64%, in Tageszeitungen werden Prospektbeilagen nur von 57% der Haushalte wahrgenommen.

Prospekte werden überwiegend von Bau- und Verbrauchermärkte und von der Möbelbranche genutzt. Auch die durchschnittlichen Kosten, die Prospekte verursachen, liegen niedriger als bei den Beilagen in Anzeigenblättern und Tageszeitungen.